Donnerstag, 2012-02-23
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Ausstellung Lebensmuster eröffnet

Kann man ohne Worte ganze Geschichten erzählen?

Ja, man kann!

Die Besucher des Gottesdienst zur Eröffnung der Ausstellung „Lebensmuster“ erhielten eine eindeutige Antwort: Ja, man kann! Einer von insgesamt 14 Quilts wurde in diesem Gottesdienst ganz besonders hervorgehoben: Er stellt die Lebens- und Glaubensgeschichte von Maria Magdalena dar. Die Botschaft ist eindeutig – auch ohne Worte: Die „dunkle“ Vergangenheit spiegelt sich in der unteren Bildhälfte in düsteren Farben wieder. Die Begegnung mit Jesus, verändert Maria und taucht ihr Leben in Licht und Freude. Sein Auftrag, die Botschaft von der Auferstehung zu verkünden, gibt ihrem Leben eine neue Richtung. All das ist aus dem Quilt „zu lesen“. Eine Botschaft in Stoff und Farben, ein Lebenslauf mit Fäden gestickt.

Der Künstler JOMI unterstrich in dem Gottesdienst diese Botschaft, indem er die Begegnung von Maria mit dem auferstandenen Herrn pantomimisch darstellte. Die Gottesdienstbesucher spürten: Das ist eine Art der Glaubensverkündigung, die zu Herzen geht. Diese Botschaft betrifft auch mich!

Künstlerinnen aus Hameln anwesend

Gäste lauschen der Rede von Frau Poth, PGR-Vors.

Im Gottesdienst und bei der anschließenden offiziellen Eröffnung waren auch einige der Künstlerinnen aus Hameln anwesend. Sie hatten die Quilts im Jahr der Bibel 2003 geschaffen. Seither ist die Ausstellung schon in einigen Städten bundesweit  zu sehen gewesen. Im Bistum Trier ist dies nun erstmals der Fall: Bis zum 5. Juni in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit und St. Marien in Lebach.
Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Eva-Maria Poth erklärte zu Beginn der Eröffnungsfeier, dass die Ausstellung in der Pfarreiengemeinschaft Lebach bereits jetzt einiges bewegt habe: Weit über 200 Frauen und Männer aller Altersgruppen hätten sich bereit erklärt, das Projekt nach Kräften zu unterstützen. Wie die bunten Stoffstücke in einer Patchwork-Arbeit so fügten sich auch hier die verschiedensten Fähigkeiten und Talente zusammen und ergänzten sich zu einem bunten Kunstwerk.

Dieses Bild griff auch Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, die die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat. Lebensmuster seien in heutiger Zeit oft nicht mehr eindeutig und klar erkennbar. Sie betont, wie wichtig deshalb Initiativen seien, die Begegnung schaffen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Dabei seien ihr vor allem die Frauen ein ganz besonderes Anliegen. Gemeindereferentin Marlene Schenk hob hervor, dass ein immer wiederkehrendes Muster in den ausgestellten Quilts die Befreiung zum Leben und die Freude am Leben sei. Ein Jeder könne an dem Platz, an dem er stehe - dem Leben dienen. Das schaffe eine Atmosphäre der Solidarität über alle Grenzen hinweg. Das die Ausstellung "Lebensmuster" nicht nur spirituelle, pastorale und gesellschaftspolitische Aspekte beinhaltet sondern auch Anknüpfungspunkte für sozial-caritatives Engagement bietet - etwa in der Sorge um Mädchen und Frauen, die ungewollt schwanger werden - stellte Stefanie Friedrich vom Sozialdienst Katholischer Frauen (skf) noch einmal heraus. Der skf ist neben der Katholischen Frauengemeinschaft Lebach Initiator der Ausstellung "Lebensmuster". Dechant Franz-Rudolf Müller lud abschließend zu den weiteren Veranstaltungen im Rahmen des Projektes ein.

Begegnung auf dem Platz vor der Kirche

Im Anschluss an die Eröffnung bot ein kleiner Empfang auf dem Platz vor der Kirche Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über die Eindrücke auszutauschen.
Viele Gäste sind der Einladung gefolgt.

Gelungener Auftakt

Wir freuen uns, dass das Projekt, das so lange und so intensiv vorbereitet wurde, nun endlich gestartet ist. Wir hoffen, dass viele Gäste aus Nah und Fern den Weg nach Lebach finden und die Ausstellung besuchen.

E-Mail von den Künstlerinnen aus Hameln

Quelle: www.lebensmuster-hameln.de/

Am Tag nach der Eröffnung erreichte uns folgende E-Mail von den Künstlerinnen aus Hameln:

Wir sind gestern Abend um 19.50 wieder gut in Hameln gelandet, geschafft, aber alle froh und glücklich über das, was wir gemeinsam erreicht haben. Wir haben uns alle 7 sehr wohl bei Ihnen, aber auch untereinander verbunden gefühlt. Sie, aber auch wir sind wie Ruth neue Wege gegangen …

Wir haben wirklich alle das Gefühl mitgenommen, neue Freunde gefunden zu haben. Das sind Chancen, die wir nutzen sollten. Herzlichen Danke für alles und allen…es tat uns einfach gut!!!

In lieber Verbundenheit

Angelika Jäckel